Selbstwert stärken

Ein gesunder Selbstwert bedeutet nicht, immer selbstsicher zu sein.

Sondern auch in Momenten des Zweifelns den eigenen Wert nicht infrage zu stellen

Selbstwert zeigt sich nicht nur darin, was Sie über sich selbst denken.


Er zeigt sich auch darin, wie Sie mit sich umgehen, wenn etwas nicht gelingt: ob Sie für Ihre Bedürfnisse und Grenzen einstehen, wie sehr Ihr Gefühl für den eigenen Wert von Anerkennung, Leistung oder den Reaktionen anderer abhängt – und ob Sie sich selbst zutrauen, Einfluss zu nehmen und etwas zu bewirken.

Genau deshalb sind Selbstwerterleben und Selbstwirksamkeit eng miteinander verbunden.


Woran zeigt sich, dass Ihr Selbstwert ins Wanken gerät?


Selten an dramatischen Zusammenbrüchen. Meistens an unscheinbaren Alltagsmustern:

  • Entscheidungen ziehen sich. Sie wägen ab, holen noch eine Meinung ein, verschieben.
  • Kritik hallt nach. Ein Nebensatz aus dem Meeting begleitet Sie bis zum Abendessen.
  • Perfektionismus und Aufschieben wechseln sich ab. Beides schützt vor demselben: dem Urteil.
  • Grenzen setzen fällt schwer. Das Nein kommt zu spät oder gar nicht.
  • Ihr Wert hängt am Nachweis. Ohne Ergebnis fühlen Sie sich schnell überflüssig.


Dazu kommt der "Klassiker": Sie wachen um drei Uhr nachts auf, und Ihr Gehirn spielt Ihnen eine Szene von vor elf Jahren vor. In HD.


Kommt Ihnen das bekannt vor? Diese Muster sind weder Schwäche noch Einbildung, sie sind erlernte Schutzstrategien. Und erlernte Muster lassen sich verändern, was der eigentliche Grund ist, warum sich der Selbstwert stärken lässt.

Weniger: „Bin ich gut genug?“ – Mehr: „Wie möchte ich mich erleben – und was möchte ich mir zutrauen?“


Vielleicht zweifeln Sie länger an Entscheidungen, als Ihnen lieb ist. Kritik beschäftigt Sie stärker, als Sie möchten. Sie stellen hohe Ansprüche an sich, vergleichen sich mit anderen oder versuchen, möglichst wenig Angriffsfläche zu bieten.


Grenzen zu setzen kann schwerfallen, wenn Sie andere nicht enttäuschen möchten. Vielleicht wissen Sie rational längst, dass Sie etwas können – und spüren diese Sicherheit trotzdem nicht. Auch Perfektionismus, Prokrastination oder übermäßige Anpassung können Strategien sein, mit innerer Unsicherheit umzugehen.


Nach außen funktionieren Sie vielleicht gut, übernehmen Verantwortung, reflektieren viel und haben bereits einiges erreicht. Und trotzdem kann eine kritische Rückmeldung genügen, um Sie aus dem Gleichgewicht zu bringen. Sie vergleichen sich, stellen Entscheidungen infrage oder haben das Gefühl, erst noch etwas leisten, beweisen oder richtig machen zu müssen, bevor Sie wirklich mit sich zufrieden sein dürfen.


Ein stabiles Selbstwerterleben bedeutet nicht, nie mehr zu zweifeln. Es bedeutet, sich auch dann nicht aus den Augen zu verlieren, wenn Zweifel auftauchen.

Ihr nächster kleiner Schritt


Wenn Sie herausfinden möchten, ob das für Sie passt, gibt es bei mir ein kostenfreies Orientierungsgespräch. Unverbindlich, telefonisch, per WhatsApp oder in der Praxis in der Kurstraße 9 in Bad Nauheim. Ein konkretes Ziel brauchen Sie dafür nicht. Orientierung darf im Prozess entstehen.


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